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Lebkuchenbäckerei

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Die Lebkuchenbäckerei ist ein Handwerk, bei dem köstliches Gebäck (Lebkuchen) aus Honigteig geformt wird. Sie gehört zu den ältesten Handwerken in Städten und Märkten. Auf dem Platz Linhartov trg in Radovljica gibt es eine Lebkuchenbäckerei, wo die grellroten Herzchen noch immer auf originelle Art und Weise hergestellt werden und wo Sie warm empfangen werden. 
Der Lebkuchen ist ein mittellebiges Gebäck in Form von Platten oder Figuren, mit Ornamenten oder in Form verschiedener Gegenstände. Neben Mehl ist der Hauptbestandteil des Teiges Honig. Der Teig wird in Holz- oder Blechmodellen geformt oder manuell bearbeitet.

Das ursprüngliche Honiggebäck wurde nicht gefärbt, sondern hatte eine charakteristische Honigfarbe. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen aber Lebkuchen, die mit gefärbtem Zucker, mit Stärke und Gelatine verziert wurden. Es entstanden farbenfreudige Lebkuchenherzchen mit Spiegeln, Versen und Bildern. Solche Lebkuchen werden in Radol'ca heute noch hergestellt.

Die Lebkuchenbäckerei befindet sich im Untergeschoss des Gasthauses Lectar in der Straße Linhartov trg 2 in Radovljica. Dort können Sie sich die Darstellung des traditionellen Herstellungsverfahrens ansehen. Die Werkstatt für Lebkuchenbäckerei, Lebzelterei und Kerzenzieherei gab es im Hause schon im Jahre 1766, später eröffneten die Eigentümer noch ein Gasthaus, das wegen des dort betriebenen Handwerks den Namen Pri Lectarju (dt. Beim Lebkuchenbäcker) bekam.

Die typischen Produkte der Werkstatt aus Radovljica sind rote und bunt verzierte Lebkuchenherzen. Einst waren diese  vor allem als  kostbare Liebesgeschenke beliebt. Das Herz ist das Symbol der Liebe, die rote Farbe ist das Symbol der Leidenschaft. Die gelbe Masche symbolisiert die Unendlichkeit und die grüne Blume das Wachstum und die Entwicklung. Der Spiegel auf dem Herzen ermöglichte den Mädchen, sich darin zu bewundern. Anstelle des Spiegels hat der Lebkuchen oft auch einen kleinen Vers mit Liebes- oder spitzbübischem Inhalt. Andere traditionelle Lebkuchenformen sind auch Pferde, Hufeisen, Puppen und dergleichen.

Den Lebkuchen kannte im späten Mittelalter die gesellschaftliche Elite. Im neuen Zeitalter wurde er zum Produkt des städtischen Handwerkes. Im 19. Jahrhundert stellte man Lebkuchen auch auf dem Land her. Er wurde vor allem auf Messen verkauft. Die Produkte der Lebzelterei, Kerzenzieherei und Lebkuchenbäckerei wurden traditionell in einer gemeinsamen Werkstatt gefertigt. Die Handwerker kauften von den Imkern Honigwaben und pressten Honig selbst. Bei der ersten Pressung bekamen sie Honig für den Lebkuchen, bei der zweiten für Honigtäschchen und bei der letzten Pressung Honig für Honigwein und Honigweinbrand. Den Rest nutzten sie zur Herstellung von Kerzen.


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