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Kirche des Hl. Petrus in Radovljica

Der Naturvorsprung, auf dem die historische Altstadt Radovljica steht, wird von der Pfarrkirche des Hl. Petrus abgeschlossen, einem vornehmen Beispiel einer gotischen Saalkirche, die nach ihrem einheitlichen Gestaltungsstil bekannt ist. Die Kirche schmücken kunstvoll gestaltete Wölbungen, ein Engelstern und ein Altar aus schwarzem Marmorstein. 

An der Stelle der heutigen Kirche soll schon im 10. Jahrhundert eine Eigentümerkapelle gestanden haben, damals wahrscheinlich das einzige Gebäude auf dem Vorsprung. Mit der Erweiterung der Stadt und dem Zuwachs ihres Reichtums wuchs auch die Kirche. Bis zum 13. Jahrhundert wurde sie schon so einflussreich, dass man den Sitz der Erzdiözese aus Rodine hierher versetzte. Aus einer romanischen Basilika mit drei Kirchenschiffen entstand um das Jahr 1500 die gotische Kirche.

Die Kirche ist ein typisches Beispiel einer spätgotischen Saalkirche. Solche Kirchen baute man im 15. Jahrhundert nach süddeutschem Vorbild. Für typische bürgerliche Saalkirchen ist charakteristisch, dass das Hauptschiff von den Seitenschiffen nicht mit Übergängen getrennt ist und dass alle Kirchenschiffe gleich hoch sind. 

Die gotische Gestalt nahm die Kirche in zwei Phasen an. Zuerst wurde das hohe, sternförmig gewölbte Presbyterium mit figuralen Schlusssteinen gebaut. Gleichzeitig mit dem Presbyterium wurde auch die Maria-Kapelle errichtet.
In der nächsten Phase wurde der Saal mit den drei Kirchenschiffen umgebaut. Drei Paare achteckiger Pfeiler tragen eine Rippenwölbung aus achtzackigen Sternen. Die Schlusssteine sind größtenteils einfache Rosetten, einige bestehen aus Figuren. Die Wölbung des Mittelschiffes wird von einem Engelstern geschmückt.  

Der ursprüngliche gotische Hauptaltar des Hl. Petrus wurde im 18. Jahrhundert durch den Altar aus schwarzem Marmorstein ersetzt, einem Werk von Lodovico Bombassi aus Ljubljana. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat er diesen im Jahr 1713 nach venezianischem Vorbild für den Dom in Ljubljana gefertigt. Nach Vorschlag des Propsts aus Ljubljana, der gleichzeitig auch Pfarrer von Radovljica war, wurde der Altar bei der Renovierung des Doms nach Radovljica gebracht. Die Statuen des Hl. Leopold und des Hl. Nikolaus an den Seiten sind Werke von Angelo Pozza. Im Presbyterium steht ein neuerer Altar, der den Kirchenbesuchern zugewandt ist. Der Altar ist das Werk des slowenischen Bildhauers Janez Jarm. 

Für den Hauptaltar wurde auch ein Tabernakel hergestellt, das sich jetzt am Ende des Nordschiffes befindet. Dieses wurde im 20. Jahrhundert vom Architekten Ivan Vurnik aus Radovljiva entworfen, seine Frau, Helena Vurnik, stattete es mit Bildern aus.

Der weiße Marien-Altar ist das Werk von Janez Vurnik d. J. aus dem Jahr 1898, er wird von Statuen der Rosenkranz-Maria, dem Hl. Dominik und dem Hl. Josef in den Seitennischen sowie der Kreuzigung geschmückt. Auf den Seitenaltären des Hl. Rochus, Hl. Sebastian und der Hl. Katharina blieben Bilder der Altäre aus dem 17. Jahrhundert erhalten. 

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche wegen der Vereinheitlichung der Stile erneut gotisiert. Geändert wurden die Fassade, die bemaltem Scheibenfenster, Eingangsportale und deren Verzierungen und erneuert wurde die Bemalung der Kirchenwölbungen. Die Regotisierung der Kirche endete mit der Erneuerung des Daches zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Schon im 14. Jahrhundert waren die Kirche und das Pfarrhaus mit einer Mauer umgeben. Teile der ursprünglichen Mauer sind noch erhalten und stellen den ältesten Teil der Stadtmauer dar.
 


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